30. April: Tag der Stille

Heute, am 30. April findet der 17. Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day statt!
Das Motto lautet: „Die Ruhe weg.“.
Der Tag gegen Lärm nimmt damit in diesem Jahr insbesondere die Problematik der zunehmenden „Verlärmung“ und den Erhalt ruhiger Gebiete unter die Lupe.

 

Lärm macht krank

 

Für die Menschen in Deutschland stellt Lärm immer noch eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen dar. Am häufigsten fühlen sie sich durch Straßenlärm gestört (59%). Aber auch der Fluglärm wird von ca. 30% der Bevölkerung als Belästigung wahrgenommen.“ [UBA 2008]

Allgemeine Regelungen sind jedoch nicht die Lösung, denn Lärm entsteht überall. Surrende Klimaanlagen, im Hintergrund dudelnde Radios und Fernsehgeräte, permanent piepsende Smartphones und fehlende gegenseitige Rücksichtnahme in der Kommunikation und Schallverursachnung sind nur einige Faktoren, die uns krank machen. Mehr Wissen über Schallbelastung ist notwendig, vor allem darüber, wie man zu starke Schallbelastung vermeiden kann.


Aus vielen Untersuchungen geht eindeutig hervor, dass Krach und Lärm ähnlich anderen Stressoren, zu negativen physischen und psychologischen Veränderungen im Menschen führen und das betrifft vor allem unsere Kinder.

 

 

 Stille kultivieren


Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass wir eine Kultur haben, die laut ist. Keiner wird gehört, wenn er oder sie sich nicht darstellen kann, andere übertönt. Wir sehen es tagtäglich beispielsweise in der Werbebranche, denn Werbepausen zwischen einem Fernsehfilm werden automatisch lauter gestellt, um unsere Aufmerksamkeit zu fesseln. Der Volksmund sagt: "Klappern gehört zum Handwerk", aber mittlerweile klappert jeder und es gehört sprichwörtlich zum guten Ton, andere zu unterbrechen, zu stören und auf sich aufmerksam zu machen. Es gibt jedoch auch Gegenbeispiele, denn leise Menschen haben längst erkannt, wie sich eine Überflutung mit akustischen Reizen anfühlt. Nicht selten leiden sie in einer Welt, die offenbar ihre eigene Lautstärke nicht hören kann.

Es ist an der Zeit eine Kultur der Stille aufzubauen und unseren Kindern im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule zu vermitteln, dass Ruhe ein schützenswertes Gut ist, welches wir zunächst einmal wieder einführen und als Tugend betrachten sollen.

 

Nehmen Sie den heutigen Tag doch einmal zum Anlass und hören Sie dem Klang der Stille zu. Gönnen Sie sich etwas Silence. Sie werden sehen, dass nach kürzester Zeit die Stressbelastung von Ihnen abfällt und Sie aufatmen können. Nutzen Sie ganz gezielt unsere Silencer-Übungen und nehmen Sie den heutigen Silencer-Tag, um auch Ihr Umfeld darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig Stille ist. Nehmen Sie sich bewusst kleine Auszeiten und Sie werden erleben, dass "Stille ein Schweigen ist, dass Ihnen Augen und Ohren öffnet für eine andere Welt" (Christopher von Deylen) 

 

Mit besten Empfehlungen,

Ihre Birgit Trappmann-Korr

 

 

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